Luftbildaufnahmen vom Hubland
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Der Zustand der vorhandenen Bauten ist entsprechend ihrer Bau- und Sanierungszeiten sowie ihrer vormaligen Nutzung unterschiedlich. Allen Bauten gemeinsam ist, dass nach Aufgabe der militärischen Nutzung mit Übergabe der Liegenschaft Anfang 2009 die Versorgung stillgelegt wurde, d.h. die Leitungen zu und in den Gebäuden für Wasser, Strom und Wärme sind nicht mehr in Betrieb und somit in Bezug auf die Trinkwasserleitungen nicht keimfrei. Eine Wiederinbetriebnahme ist so teilweise nicht mehr möglich bzw. mit erheblichem finanziellem Aufwand verbunden und damit nicht wirtschaftlich. Auch die Infrastruktur der Leitungen in der Erde wäre neu zu erstellen und zu verlegen. Die Zuschnitte der Gebäude sind z.T. unattraktiv und genügen auch nicht den aktuellen Anforderungen an Barrierefreiheit. Umbaumaßnahmen wären unerlässlich.

Bauzeitbedingt sind viele Gebäude mit Schadstoffen belastet. Im Bereich der Universitätserweiterung auf dem Gelände wurden Asbest, KMF (künstliche Mineralfasern), PAK (finolhaltiger Asphalt), belastete Farben und Putze (u.a. durch den massiven Einsatz von gesundheitsschädlichen Schädlingsbekämpfungsmitteln) nachgewiesen. Die technischen Ausstattungen wie z.B. Lüftungen sind u.a. durch die Stilllegung der Bauten ebenfalls schadstoffbelastet. Nicht zuletzt erfüllt der energetische Standard der Bauten nicht ansatzweise die heutigen Anforderungen.

Diese Gebäude zu sanieren bedeutet einen hohen Aufwand, der nur gerechtfertigt und wirtschaftlich sinnvoll ist, wenn die Bausubstanz, der Zuschnitt, die Lage und die städtebauliche Funktion im Gebiet dies rechtfertigen.

Stadtentwicklungspolitisches Ziel ist es, einen modernen, zeitgemäßen neuen Stadtteils zu schaffen, der dauerhaftes und zukunftsfähiges Wohnen auf dem heutigen Stand und nach den heutigen Bedürfnissen anbietet. Dazu werden ausgewählte, städtebaulich herausragende und baulich geeignete Gebäude erhalten und zur Nachnutzung umfassend ertüchtigt. Die zu erhaltenden Gebäude wurden bereits frühzeitig in den städtebaulichen Planungen und den begleitenden Bürgerwerkstätten definiert.

Diese werden durch umfangreichen und vielfältigen Neubau von Wohngebäuden ergänzt, der allen Ansprüchen an ein zeitgemäßes, gesundes und energetisch hochwertiges Wohnen genügt und bezahlbare Angebote für alle Bevölkerungsgruppen schafft.

Für alle über die im Rahmenplan zum Erhalt vorgesehenen Gebäude hinausgehenden Bauten besteht eine vertragliche Rückbauverpflichtung gegenüber der früheren Eigentümerin BIMA, deren Nichterfüllung zu Nachzahlungsansprüchen führen würde.

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