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Predevelopement

Ehemalige militärische Flächen müssen für eine zivile Nachnutzung in der Regel untersucht und vorbereitet werden. Das sogenannte Predevelopment umfasst die Kampfmittel und Altlastensondierungen sowie den Rückbau von Gebäuden und die Entsiegelung von Flächen.


Rottendorfer Tor während des Rückbaus (09.04.2015)
Rottendorfer Tor während des Rückbaus (09.04.2015) Quelle: Stadt Würzburg


Auf den städtischen Flächen von rund 95 Hektar der ehemaligen Leighton-Barracks wurden in den Jahren 2014 und 2015 insgesamt rund 500.000 m3 umbauter Raum rückgebaut – dieses Volumen entspricht dem Inhalt von circa 200 Olympischen Schwimmbecken. Insgesamt handelte es sich um rund 100 Bauten, darunter mehrere Mannschaftshäuser, Verwaltungs- und Versorgungsgebäude sowie eine Vielzahl an Kleingebäuden. Insgesamt wurden rund 30 Hektar ehemalige Gebäudeflächen entsiegelt. 

Es ist gelungen, die versiegelten Straßenflächen von rund 31 Fußballfeldern im Zuge der Neuerschließung um rund ein Drittel (circa zehn Fußballfelder) zu reduzieren. Ziel war eine größtmögliche Verwertung der Materialien.

Je nach Güte des Materials kommen unterschiedliche Einsatzzwecke in Betracht. So fanden Baustoffe wie z.B. Beton- oder Asphaltbruch zum Teil temporäre Verwertung auf dem Gelände selbst, als Baustraßen oder als Untergrund für Lagerzwecke. Viele Materialien konnten auch in der näheren Umgebung verwertet werden, zum Beispiel als Untergrund für Pferdeställe, Campingplätze oder auch für ein Autohaus.


Bereitstellungsflächen auf dem Hubland. Aufbereitung der Rückbaumaterialien  (01.06.2015)
Bereitstellungsflächen auf dem Hubland. Aufbereitung der Rückbaumaterialien (01.06.2015) Quelle: Stadt Würzburg


Insgesamt wurde eine Verwertungsquote von rund 70 Prozent erreicht. Auch in Bezug auf den Boden bestand das Ziel so viel wie möglich vor Ort wiederzuverwenden. Bodenmaterialien aus den Erdarbeiten der Erschließung (Verdrängungsmassen) und aus dem Rückbau von Versiegelungen mit Unterbau konnten vor allem im Bereich der Landesgartenschau sowie benachbart der ehemaligen Sporthalle und nördlich des ZAE/TGZ/Studentenwohnheims (Quartier VI) wieder eingebaut werden. So trug vor Ort gewonnenes Material ressourcenschonend zur Neugestaltung des Geländes bei.

Weitere Erkundungsmaßnamen für die zukünftigen Quartiere IV und V (nord-östliches Hubland) erfolgen in der Umsetzungsphase 3. Baubeginn für Erkundungs-, Rückbau-, Erdarbeiten und begleitende Maßnahmen zur Kampfmittelräumung soll Ende 2018 sein. Das derzeit geplante Bauende ist für Mitte 2020 vorgesehen. Die Umsetzungsphase 3 umfasst im Wesentlichen das nord-östliche Gebiet der ehemaligen Leighton-Baracks (Bereich des ehemaligen Motorpools) sowie Restarbeiten aus den vorlaufenden Rückbauphasen. Dazu zählen beispielsweise Bestandsgebäude oder Parkplatzflächen, die für eine temporäre Nutzung durch die Landesgartenschau GmbH zur Verfügung standen. Das Rückbauvolumen beträgt etwa 49 Gebäude (BRI) – insgesamt circa 83.500 m3 – Flächenentsiegelung circa 83.300 m2, rund 48 Anlagen (Tankanlagen, Altöltanks, Benzin-/ Ölabscheider) sowie rund 84 Kontaminationsverdachtsflächen.



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